Rhönklub Eichenzell entzündete bereits am „Hutzelsamstag“ den Eichenzeller Hutzelhaufen

 

Über 250 Bürger strömten zur Winteraustreibung an den Eichenzeller Wartturm/
Besucher lobten die tolle Stimmung und gute Bewirtung
Eichenzell (UB).

Entgegen der langjährigen Tradition wurde die Winteraustreibung im Kernort Eichenzell in diesem Jahr bereits am Vortag des Hutzelsonntag vorgenommen. Trotz regnerischem Wetter herrschte beim diesjährigen Eichenzeller Hutzelfeuer am Eichenzeller Wartturm wieder reges Treiben und eine gute Stimmung durchzog die kleine Festveranstaltung. Etwa 250 Bürger sind gekommen, um die langjährige Tradition mit dem Hutzelfeuer zu feiern, womit traditionell der Winter in Mittel-, Osthessen, Nordhessen und in Thüringen endgültig ausgetrieben werden soll.

Wie jedes Jahr veranstaltete der Rhönklub Eichenzell diese Veranstaltung und die zahlreichen Besucher wurden mit leckeren Grillwürstchen und Getränken in bewährter Weise bewirtet. Der Eichenzeller Rhönklub Vorsitzender Thorsten Heiliger begrüßte die Gäste und bedankte sich besonders bei Angelika Jestädt, die sich seit vielen Jahren mit ihrer Familie und mit der Rhönklub-Gruppe „Junge Familien“ um die Organisation des Hutzelfeuers im Kernort Eichenzell verdient macht. So hielt sie auch in diesem Jahr mit zwei ihrer Kinder in der Nacht vor dem ursprünglich geplanten Termin die „Feuerwache“ am Hutzelhaufen, um zu verhindern, dass der Hutzelhaufen vorzeitig angezündet wird.

Bürgermeister Dieter Kolb begrüßte mit einem Grußwort die Bürgerschaft und zeigte leichtes Bedauern, das er als Gemeindeoberhaupt letztmalig beim Hutzelfeuer dabei sein kann. Motiviert und gut gelaunt präsentierte sich auch der designierte Bürgermeister Johannes Rothmund bei der traditionellen Veranstaltung. Ortsvorsteher Gerhard Dehler lies sich entschuldigen. Ehrenvorsitzender Bernd Günder, Pfarrer Christian Schwierz, SPD-Fraktionsvorsitzender Lutz Köhler und EDG-Vorsitzender Dirk Fischer gaben sich wieder die Ehre und beobachteten mit Freude den riesigen brennenden Reisighaufen.

Vor Beginn der Veranstaltung hatte Angelika Jestädt mit den jungen Familien, und vielen Kindern eine kleine Wanderung zum Wartturm gemacht, wo die selbst gebastelte „Hutzelpuppe“ voraus getragen wurde. Viele Mitglieder der Jugendfeuerwehr mit Julian Rudolf (stellv. Wehrführer Feuerwehr Eichenzell) und der neue Bürgermeister Johannes Rothmund beteiligten sich ebenfalls an der Wanderung zum historischen Watturm. Die Gruppe mit 50 Personen trug viele Fackeln und Laternen, was ein eindrucksvolles Bild ergab. 

Gemeinsam mit den Hutzelmädchen und Hutzeljungen entzündeten dann alle anwesenden Rhönklub –Funktionäre und die gemeindlichen Honoratioren den Hutzelhaufen, der sich trotz Nässe relativ gut entzündete und lichterloh einige Stunden brannte. Die Kinder hatten großen Spaß bei der Betrachtung des gigantischen Feuers und die Erwachsenen unterhielten sich angeregt in gemütlichen Gesprächsrunden. Für gute und stimmungsvolle Musik sorgte Mario Bohl und so erfreuten sich Jung und Alt an den leckeren Kräppel, Bratwürstchen, Glühwein und diversen Getränken. Zur Schonung der Umwelt wurden Heißgetränke diesmal nicht mehr in Einmalbechern ausgegeben, was bei den Besuchern gut ankam. Viele positive Stimmen hörte man bei der Veranstaltung, dass das Hutzelfeuer erstmalig an einem Samstag entzündet wurde und die jungen Familien somit länger bei der schönen Veranstaltung verweilen konnten. Rhönklub-Vorsitzender Thorsten Heiliger freute sich, das die Bürger und Vereinsmitglieder dem schlechten Wetter trotzten und so zahlreich zum Wartturm gekommen sind, um den Winter (den es nicht wirklich gab) zu vertreiben. So war das Eichenzeller Hutzelfeuer wieder ein schönes Erlebnis und ein voller Erfolg. Jugendfeuerwehr